Atemschutzkonzept der Feuerwehren in der Gemeinde Rohr

Geschrieben von Jonas Popp am .

Wir haben zusammen mit den Atemschutzwehren in der Gemeinde (Gustenfelden, Regelsbach & Rohr) ein gemeinsames Konzept entwickelt um den Atemschutz zu zentralisieren und zusammenzufügen. Da mit dem Atemschutz im Allgemeinen immer anspruchsvollere Anforderungen einhergehen, seien es Wartungen oder genaue Dokumentationen, war es für uns wichtig diesen Schritt gemeinsam durchzuführen. Da es in Rohr bereits eine Atemschutzwerkstatt mit technischer Ausrüstung und extra geschulten Atemschutzgerätewarten gibt, war für alle klar, dass sich dort das Hauptgeschehen abspielen wird. Die Rohrer Atemschutzgerätschaften sind bereits seit mehreren Jahren digital erfasst und in eine spezielle Software eingepflegt. In den vergangenen Monaten wurden von den Rohrer Atemschutzgerätewarten und den jeweiligen „Atemschutzbeauftragten“ der tangierten Ortswehren die Geräte erfasst, gereinigt, neu beschriftet und geprüft.
Ein weiterer Teil des Atemschutzkonzeptes war die Beschaffung von vier Atemschutzgeräten. Hierzu konnten von der Feuerwehr Aurachhöhe gebrauchte, aber in einem sehr guten Zustand befindliche, Geräte und weitere Sachen wie zum Beispiel Masken und Lungenautomaten abgekauft werden. Somit wurde für den Atemschutz in der Gemeinde Rohr ein sehr großer Gerätepool geschaffen. Der Hintergedanke von den zusätzlichen Geräten ist sehr vielseitig. Zum einen müssen die Atemschutzgeräte nach einem Brandeinsatz zur speziellen Reinigung und Prüfung in die Atemschutzwerkstatt des Landkreises Roth und sind für uns einige Tage nicht einsatzbereit. Mit dem neuen Gerätepool können wir nach Einsatzende unsere vorab geprüften Atemschutzgeräte auf ein Löschfahrzeug verlasten und sind somit wieder Einsatzbereit, noch bevor wir dazu kommen die verschmutzten Gerätschaften nach Roth zu fahren. Zum anderen können wir bei Übungen mehrere Geräte verwenden. Auch wenn die jährliche Belastungsübung in der Atemschutzstrecke stattfindet können diese mitgenommen werden, ohne die Einsatzbereitschaft am jeweiligen Standort zu schwächen. Im schlimmsten Fall, z.B. bei einem Großbrand, kann man schnell auf weitere Geräte zurückgreifen. 

Atemschutzkonzept

Für die drei Atemschutzwehren in der Gemeinde stehen nun 24 Atemschutzgeräte (davon 16 auf den Fahrzeugen und 8 auf Reserve), 2 „Rettungstrupptaschen“, rund 70 Masken, 30 Lungenautomaten und knapp 40 Flaschen zur Verfügung.
Ein weiterer Teil des Atemschutzkonzeptes ist die Arbeitsaufteilung. Wenn eine Feuerwehr, die beispielsweise in der Nacht im Atemschutzeinsatz war und am nächsten Tag nicht selbst nach Roth fahren kann, wird diese Aufgabe von einer der beiden anderen Wehren, welche nicht am Einsatz beteiligt war, übernommen. Somit hätte keiner eine „Doppelbelastung“. Wir können Euch sagen, dass der Plan schon aufgegangen ist, noch bevor wie mit unserem Atemschutzkonzept offiziell in Betrieb gegangen sind. Beim Brand am 23.11.2020 in Oberbaimbach, mussten die Regelsbacher Kameraden*innen in den späten Abendstunden ausrücken. Diese konnten bereits in der Nacht durch die oben genannten Reservegeräte die Einsatzbereitschaft wieder herstellen und am nächsten Tag wurde die Fahrt nach Roth, mit den verunreinigten Geräten, von der Rohrer Wehr übernommen.
Hinzu kommt eine kleine Arbeitsentlastung für unserer Gemeinde, die jetzt in Sachen Beschaffungen/Rechnungen vom Atemschutz einen gemeinsamen Anlaufpunkt hat anstatt von bisher drei. An dieser Stelle möchten wir uns insbesondere bei Frau Rauth bedanken, für die wunderbare und reibungslose Zusammenarbeit. Sowie bei unserem Bürgermeister, der die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt hat.
Außerdem ist geplant die praktischen Atemschutzübungen öfters zusammen zu gestalten, sowie die jährliche, theoretische Unterweisung gemeinsam abzuhalten.

Grundsätzlich verantwortlich für das Atemschutzkonzept sind die drei zuständigen Kommandanten, federführend der 1. Kommandant Roland Betsch in Rohr. Dieser hat wiederum einen „Leiter des Atemschutzes der Gemeinde Rohr“ (Gerhard Tischner) bestimmt, welcher die Aufgaben, Verwaltung, Planungen und Koordinierung und somit auch die Hauptverantwortung übernommen hat. Der Leiter des Atemschutzes, kontrolliert beispielsweise die ihm unterliegenden Atemschutzgerätewarte, ob die regelmäßigen Prüffristen eingehalten werden. Die Hauptarbeit haben die beiden ausgebildeten Atemschutzgerätewarte (Sven Ziegler und Jonas Popp) und ein fester Helfer (Heiner Dobmayer). Diese sind für die Reinigung, Prüfung und Instandhaltung verantwortlich, damit jede Feuerwehr auf saubere, vollständige und gewissenhaft geprüfte Atemschutzgeräte zugreifen kann. Außerdem sind sie für die internen Ausbildungen und sonstigen Themen rund um Atemschutz in der Rohrer Wehr mitverantwortlich. Die Atemschutzbeauftragten in Regelsbach (Tim Schleicher) und Gustenfelden (Stefan Bauer) kümmern sich zum Beispiel um ihre Termine für die jährliche Übung auf der Atemschutzstrecke. Außerdem sind sie die ersten Ansprechpartner für den Leiter des Atemschutzes und die Atemschutzgerätewarte, wenn es z.B. darum geht, wenn eine oder mehrere Masken zur regelmäßigen Prüfung nach Rohr in die Atemschutzwerkstatt müssen. Gerne unterstützen diese unsere Jungs in der Atemschutzwerkstatt.

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